Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (eaf) zu ihren Vorhaben in 2010
Aktionsgemeinschaft fordert Diskussion auf allen gesellschaftlichen Ebenen

Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen e.V. (eaf – Sachsen e.V.) will in 2010 mit der Fragestellung ‚Was brauchen Familien in Sachsen? Bestandsaufnahme – Perspektive – Maßnahmen’ eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Bedürfnisse von Familien im Freistaat führen.
Christiane Lammert (50), sächsische Vorsitzende des familienpolitischen Verbandes erläutert: „Wir nehmen die aktuelle Debatte über das Betreuungsgeld zum Anlass, intensiver und vielschichtiger nach den Bedürfnissen von Familien der unterschiedlichen Regionen und sozialen Schichtungen zu fragen. Das machen wir auch nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten.“
„Wir wollen diese Diskussion mit MultiplikatorInnen in der Familienarbeit angehen und den städtischen sowie des ländlichen Raumes berücksichtigen“, so die Diplom-Sozialpädagogin Lammert, „Die Themenstellungen werden den regionalen Gegebenheiten entsprechend unterschiedlich sein und sollen mit den jeweiligen lokalen Akteuren der Familienarbeit gemeinsam erarbeitet werden.“
Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen – Landesarbeitskreis Sachsen e.V. setzt sich als familienpolitischer Dachverband der Evangelischen Landeskirche für Familien auf den Verantwortungsebenen in Politik und Kirche ein. Die Arbeit der eaf - Sachsen soll Familien in Sachsen stärken und eine familiengerechte Gestaltung von Politik, Gesellschaft und Kirche erreichen.
„Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass Kinder und Familien in unserem Freistaat ausreichende Unterstützung erhalten – unter anderem durch Transferleistungen, Bildungszugänge und familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Bloße Absichtserklärungen führen nicht zu mehr Gerechtigkeit für Familien und sind uns zu wenig“, so Lammert weiter.
Wie familienfreundlich die neue Staatsregierung in der Umsetzung ihrer Ziele ist, werde sich zeigen. Die aktuellen Kürzungsdebatten gerade im Sozialressort lassen nichts Gutes ahnen.
„Wir werden uns aufgrund der angekündigten Kürzungen in Größenordnungen auch über die Frage unterhalten müssen, wie wir unsere Arbeit fortsetzen können“ so Lammert weiter „Vor diesem Problem stehen wir nicht allein. Alle Familienverbände im Freistaat werden sich diese Fragen stellen müssen.“(eaf 18.2.2010)


