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Erfolgreicher Abschluss für ProChrist 2009 aus Chemnitz

1,1 Millionen Besucher und deutlich mehr Seelsorgegespräche als je zuvor

Landesbischof Jochen Bohl bei ProChrist in Chemnitz
Landesbischof Jochen Bohl bei ProChrist in Chemnitz Foto: ProChrist

Rund 1,1 Millionen Besucher verfolgten zwischen dem 29. März und dem 5. April den größten Gottesdienst Europas, der aus der Chemnitz Arena per Satellit an weit über 1.300 Veranstaltungsorte in Deutschland und 18 Länder Europas übertragen wurde. Besonders beachtlich: Deutlich über 56.000 Menschen nutzten allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Angebot von ProChrist-Leiter Pfarrer Ulrich Parzany, und suchten das Gespräch mit Seelsorgern am jeweiligen Veranstaltungsort. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Zweifeln und Staunen" und fand bereits zum siebten Mal statt.

 
ProChrist ist eine Einladung an die Menschen, sich mit grundsätzlichen Fragen des Lebens und des christlichen Glaubens auseinander zu setzen. "Ich staune, auf welche Resonanz unser Angebot insbesondere im angeblich so unchristlichen Ostdeutschland gestoßen ist", sagte Pfarrer Ulrich Parzany. Während der ProChrist-Woche mussten die Organisatoren am zentralen Veranstaltungsort in Chemnitz mehrmals die Messehalle wegen Überfüllung schließen und weitere Besucher in zusätzlich herangeschafften Zelten unterbringen.

 
Parzany stellte in seinen Vorträgen aktuelle Fragen der Zeit - Warum müssen Menschen leiden? Wie kann ich mit Zweifeln am Glauben umgehen? Warum sollte ich mein Leben ändern? Sind Wunder möglich? Lässt sich Gott beweisen? - in Beziehung zu biblischen Aussagen. Die daraus resultierenden Antworten zeigen, wie sich eine Beziehung mit Gott gestalten lässt, die das Leben trägt.

Rund 56.500 Menschen im deutschsprachigen Raum suchten das Gespräch

Die acht ProChrist-Abende haben viele Besucher tief beeindruckt. Allein im deutschsprachigen Raum sind insgesamt rund 56.500 Menschen der Einladung von Pfarrer Ulrich Parzany gefolgt und suchten das Gespräch mit eigens für den Anlass geschulten Seelsorgern an den Veranstaltungsorten.
Zahlen für die übrigen Länder werden in den kommenden Tagen vorliegen. Im Vergleich mit allen früheren Veranstaltungen haben deutlich mehr Besucher auf das Angebot reagiert. "Aus vielen Gesprächen der letzten Tage entnehme ich, dass die Menschen gerade in dieser unsicheren Zeit nach Sicherheit und Sinn suchen.

Insbesondere in Ostdeutschland scheint die Aufarbeitung der jüngeren Geschichte eine besondere Rolle zu spielen. Wir werden in den nächsten Wochen nach den Ursachen für das extrem gestiegene Interesse an unserem Gesprächsangebot suchen. Klar ist: Die Menschen wollten ganz konkret erfahren, wie man Gott kennen lernen kann, wie man als Christ leben kann und was das im Einzelnen für das eigene Leben heißt", sagte Ulrich Parzany.
In Chemnitz fiel besonders auf, dass überdurchschnittlich viele junge Menschen von dem Angebot Gebrauch machten.

Parzany: Klartext reden und Profil zeigen

Die Menschen seien auf der Suche nach einer klaren Antwort auf die Frage, ob es Gott gibt oder nicht. Parzany: "Es ist fantastisch, dass wir in Deutschland so frei und ungehindert über diese Frage reden und streiten können. Denn wo Zweifel verboten sind, wird auch das Staunen unmöglich - das haben gerade wir Deutschen in unserer Geschichte ausgiebig erlebt. Jetzt ist es nötig, dass wir Christen Klartext reden und Profil zeigen."

Überkonfessionelle Gemeindezusammenarbeit und prominente Gäste

Das Event hat auch in diesem Jahr Christen aller Glaubensrichtungen vereint: Neben der evangelischen Landeskirche und landeskirchlichen Gemeinschaften beteiligen sich unterschiedliche Freikirchen an Organisation und Durchführung. Sogar die katholische Kirche stellte etwa fünf Prozent der meist ehrenamtlich arbeitenden ProChrist-Aktiven.
Doch nicht nur Laien, auch offizielle Kirchenvertreter und zahlreiche Prominente unterstützen die im Abstand von drei Jahren stattfindende Veranstaltung. So nahmen in Chemnitz zum Beispiel der sächsische Landesbischof Jochen Bohl und der Bischof des Bistums Dresden-Meißen Joachim Friedrich Reinelt an einem Abend teil.

Auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Heinz-Horst Deichmann, Inhaber der größten Schuhhandelskette in Europa, kamen an den Zentralveranstaltungsort. Ebenfalls zu den Unterstützern zählen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Bischof Wolfgang Huber, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Frank-J. Weise und Golfprofi Bernhard Langer.

Weiterarbeit nach ProChrist

Die an ProChrist beteiligten Gemeinden bieten in den kommenden Monaten eigene Kurse an: Vom Glaubensgrundkurs bis hin zum für ProChrist entwickelten Nachfolgekurs "Unterwegs mit Jesus" reichen die kostenlosen Angebote. Informationen darüber geben die an ProChrist beteiligten Gemeinden (www.prochrist.org).
Raimund Utsch, der erste Vorsitzende von ProChrist e.V., ist vom Interesse der Menschen sehr bewegt: "ProChrist hat den Menschen vorgeschlagen, Althergebrachtes in Frage zu stellen und Neues, Veränderung zu wagen. Dieses Angebot wurde in Chemnitz insbesondere auch von vielen jungen Leuten genutzt. Dabei war der Andrang so groß, dass immer mehr Raum für die Besucher geschaffen werden musste."(ProChrist 7.4.09)

 

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