27. Dezember 2009
Bischöfe betonen Bedeutung von Weihnachten in schnelllebiger Zeit
Tausende Veranstaltungen in Kirchgemeinden

Landesbischof Jochen Bohl
DRESDEN - Mit mehreren Tausend Veranstaltungen haben die Christen in Sachsen Weihnachten gefeiert. Kirchgemeinden luden zu Heiligabend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen zu zahlreichen Christvespern, Gottesdiensten und Konzerten mit insgesamt mehreren Zehntausend Besuchern ein. Teilweise fanden die Veranstaltungen in der Nacht und am frühen Morgen statt.
Die sächsischen Bischöfe hoben die Bedeutung des Festes vor allem in einer von Wandel und Schnelllebigkeit geprägten Welt hervor. "Wohin man sieht, nichts bleibt wie es ist", sagte der evangelische Landesbischof Jochen Bohl zu Heiligabend in der Dresdner Frauenkirche. Weihnachten als Fest der Geburt von Jesus Christus sei dagegen eine Ausnahme. Menschen in allen Teilen der Welt feierten es Jahr für Jahr. Trotz des ständigen Wandels bleibe die Sehnsucht nach der Weihnachtsbotschaft vom Frieden erhalten, sagte Bohl.
Der Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, bezeichnete Weihnachten als ein Gegenstück zum Alltag. Die Welt unserer Tage erscheine bisweilen wie ein "gigantisches Unternehmen", um von Gott abzulenken, hieß es in seiner Weihnachtsbotschaft. "Kaufrausch, Sinnesrausch, Leistungsrausch. Der Kick oder das Koma werden mit allen Mitteln und Tricks erstrebt". Die heutige Zeit benötige ein "Herz für Gott", um wieder menschlich zu werden. Dies gelte nicht nur für das Weihnachtsfest, sondern für jeden Tag. ( Auszug epd© 27.12.09 )


