10. Dezember 2009 - LEIPZIG - ROCHLITZ
Superintendent Johannes Jenichen Vorsitzender im MDR-Rundfunkrat
Jenichen: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk als hohes Gut der Gesellschaft

LEIPZIG – ROCHLITZ - Der neue MDR-Rundfunkrat in Leipzig konstituierte sich am 7. Dezember. Für die kommenden zwei Jahre ist im Vorsitz des unabhängigen Aufsichtsgremiums Superintendent Johannes Jenichen aus Rochlitz gewählt worden.
Zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Horst Saage aus Sachsen-Anhalt (Bauernverband) bestimmt worden und zum zweiten stellvertretender Vorsitzender Dr. Karl-Heinz Ducke aus Thüringen (Katholische Kirche).
"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein hohes Gut unserer Gesellschaft. Es geht darum, dieses Gut auch in Zukunft zu bewahren, zu pflegen und neu zu gestalten", so Jenichen.
Mitglied des MDR-Rundfunkrates ist er seit 2003. Er vertritt die sächsische Landeskirche und folgt als Vorsitzender auf den Jenaer Pfarrer Dr. Karl-Heinz Ducke, der seit Dezember 2007 dem obersten MDR-Aufsichtsgremium vorstand.
Johannes Jenichen, geboren 1953 in Kamenz, studierte Theologie mit Pädagogik und Psychologie am Theologischen Seminar in Leipzig. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Der neue Rundfunkrat setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von 43 (zuvor 42) gesellschaftlich bedeutenden Organisationen, Institutionen und Gruppen aus den drei MDR-Staatsvertragsländern zusammen. 16 Mitglieder sind neu hinzugekommen, 27 Mitglieder arbeiteten bereits im dritten Rundfunkrat mit.
Zu den Aufgaben des Rundfunkrates gehört es unter anderem, auf die Einhaltung der im Staatsvertrag festgelegten Programmgrundsätze zu achten und den Intendanten in allgemeinen Programmangelegenheiten zu beraten. Außerdem wählt der Rundfunkrat den Intendanten und ist verantwortlich für die Zustimmung zur Berufung der Direktoren.
Die Amtszeit des MDR-Rundfunkrates beträgt sechs Jahre. Da der MDR eine öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt für drei Länder ist, wechselt alle zwei Jahre der Vorsitz in der Reihenfolge Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Neben dem Rundfunksratsvorsitzenden und seinen Stellvertretern wurden gewählt: Dr. Gerhart Pasch (Vertreter für ARTE Deutschland), Wolfgang Marr (Vertreter für ARTE G.E.I.E.), Stefan Gebhardt sowie Dorothee Bodewein (Vertreter und Stellvertreterin für den Programmbeirat des Ersten Deutschen Fernsehens).


