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5. November 2009

Sächsische Niederlande-Partnergemeinden treffen sich

Offene Grenzen ermöglichen seit 20 Jahren Gegenbesuche

Bild: Eine Gruppe erkundet zum Thema
Eine holländische Gruppe zusammen mit Jugendlichen der Dresdner Lukaskirchgemeinde an der "Kuhtränke" am Kaitzbach zum Thema Umwelt

DRESDEN / KURORT RATHEN – Vom 6. bis 8. November treffen sich Vertreter verschiedener sächsischer Kirchgemeinden sowie deren Partner aus den Niederlanden im Christlichen Freizeit- und Erholungshaus „Felsengrund“ im Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz. Die 49 Teilnehmer repräsentieren einen Teil der 40 aktiven Partnergemeinden, die Beziehungen in die Niederlande pflegen. Diese „Gemeentecontacten“ - wie die Niederländer sagen - werden zum Teil sehr intensiv gelebt.

Zur DDR-Zeit vor 30 Jahren ging die Initiative von niederländischer Seite aus, um direkte Gemeindekontakte aufzubauen und die Gemeindesituation Ostdeutschlands kennen zu lernen. Dieser Beginn ist eng mit dem Namen Hermann Korteweg verbunden, der damals auf vielen Reisen in die ehemalige DDR mit unermüdlichem Engagement diese Kontakte knüpfte.

Bild: Kaffeerunde mit Holländern in Markkleeberg
Im Mai war eine Partnergruppe aus Dordrecht in Markkleeberg West in der Martin-Luther-Kirchgemeinde zu Gast

Die Resonanz führte schließlich zu über 80 Partnerschaften, die den hiesigen Gemeinden einen interessanten Blick nach außen öffnete. Häufig befruchtete es die in den 80er Jahren entstandene Friedensarbeit gegenseitig.

Anders als damals, ergeben sich seit der Öffnung der Grenzen ganz andere Möglichkeiten durch Gegenbesuche. So wie in der Dresdner Lukas-Kirchgemeinde, wo evangelische Jugendliche jedes Jahr regelmäßig gemeinsam mit ihren niederländischen Partnern aus Doetinchem auf eine Rüstzeit fahren, oder wie in der Kirchgemeinde Colmnitz im Osterzgebirge, wo sich alle zwei Jahre eine Gemeindedelegation gleich mit zwei Bussen auf Besuchsfahrt zu den Partner in Elborg begibt.

Bild: Chor der Partnergemeinde aus Hengelo
Chor aus Hengelo vor einem Konzert in der Marienkirche Wickershain (2008)

Von diesen und weiteren Beispielen der Zusammenarbeit wird am Wochenende zu berichten sein. Neben gemeindlichen stehen auch theologische Fragestellungen auf dem Programm, zumal viele Gemeinden in den Niederlanden calvinistisch geprägt sind und sich Betrachtungen zum diesjährigen Calvin-Jubiläum anbieten. So lautet das Thema: „Johannes Calvin und Martin Luther – Wie die zwei Reformatoren unsere Kirchen geprägt haben. Dazu sprechen Dr. G.C. den Hertog von niederländischer Seite und Kirchenrat Dr. Thilo Daniel von der sächsischen Landeskirche. Das Treffen wurde von der Arbeitsgruppe Niederlande unter Leitung von Oberkirchenrat Friedemann Oehme vorbereitet.

Trotz der sehr vielen kirchgemeindlichen Kontakte zu Partnerkirchen und Gemeinden in Mittel- und Osteuropa sind die Niederlande-Kontakte besonders zahlreich und haben eine lange Tradition in der Partnerschaftsarbeit.

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