Navigation überspringen

Forum

Hier ist Ihre Meinung gefragt. Reden Sie mit und tauschen Sie sich im Forum unter evangelisch.de mit anderen Menschen aus.

Chat

Kommen Sie ins Gespräch und finden Sie in unserem Chat neue Freunde!

Aktuelles

2. November 2009

Landesbischof visitiert die Studierendenarbeit in Sachsen

Erste Visitation eines Landesbischofs bei hiesigen Studentengemeinden

Bild: Roter Hahn als Erkennungszeichen der Studentengemeinden
Mit dem Zusatz ESG das Logo der Gemeinden

DRESDEN – Derzeit besucht Landesbischof Jochen Bohl an verschiedenen Hochschulstandorten Sachsens die dortigen evangelischen Studentengemeinden, die Studentenpfarrer, christliche Hochschulvereine, das Ev. Studienwerk Villigst sowie Rektoren und Vertreter der Universitäten. Vom 2. bis 11. November sind innerhalb seines 25 Stationen umfassenden Besuchsprogramms auch Themenabende eingeplant, wo es wie in Zwickau um die Taufe als das ökumenische Sakrament oder in Zittau um Abendmahl und Eucharistie gehen wird. In Chemnitz wird die friedliche Revolution mit Zeitzeugen thematisiert und in Leipzig werden Moderne Kommunikationsformen angesprochen.

Bild: Sogenannte Gemeindeversammlung in Dresden als Vertretung der ESG
Studenten in Dresden in einer Beratung

Am Freitag, 6. November, lädt Landesbischof Jochen Bohl um 19:30 Uhr in den Räumen der Dresdner Studentengemeinde in der Liebigstraße 30 die sächsischen Studentengemeinden sowie Stipendiaten und Mitarbeiter des Studienwerks zu einem zentralen Empfang ein. Auf dem Gebiet der sächsischen Landeskirche gibt es sieben Standorte, an denen Pfarrer und eine Pfarrerin Studentinnen und Studenten begleiten. Eine solche sektorale Visitation eines Landesbischofs findet bei der Studierendenarbeit in der sächsischen Landeskirche zum ersten Mal statt. Beginnen wird die Visitation in Zwickau am Abend des 2. November mit einem Gespräch mit Vertrauensstudenten und dem Studentenpfarrer. Am Dienstag, 3. November, wird dies auch in Freiberg der Fall sein und nachfolgend an anderen Orten.

Bild: Evangelischen Studienhaus in Leipzig
Ev. Studienhaus Leipzig

Am Dienstagnachmittag führt Bohl in Chemnitz ein Gespräch mit dem Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Matthes, und trifft sich mit Vertretern der Studentenmission Deutschland (SMD) und von Campus für Christus (CfC).
Mittwochabend wird der Landesbischof in Zittau sein und am Donnerstag in Leipzig, wo er um 16:00 Uhr auch das Evangelische Studienhaus Leipzig (Sommerfelder Str. 30) besichtigen wird. Vor dem Empfang am Freitag in Dresden stellt sich das Evangelische Studienwerk Villigst vor. Bevor es in der nächsten Wochen am Ende der Visitation zu einer Auswertungsrunde kommt, wird Bohl noch am Montag, 9. November, nach Mittweida fahren und am Dienstag den Dresdner Bereich besuchen. In der Zionskirche (Bayreuther Str. 28) geht es beim Themenabend um das „Prinzip Wiederkehr“ – Auferstehung in Technik und Kultur.

Bild: Besuch Leipziger Studentengemeinde im Nachfolgebau Universitätskirche
Leipziger am Neubau Universitätskirche

Das Besuchsprogramm des Landesbischofs beschränkt aber nicht nur auf die Arbeit in den Studentengemeinden, sondern beinhaltet auch Treffen mit früheren Mitarbeitern der Studentengemeinden, Freundeskreisen und der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland.
Die kirchliche Studierendenarbeit entwickelte sich zum Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund explodierender Studentenzahlen in Richtung Seelsorge und Mission. So gründeten sich um die damalige Jahrhundertwende christliche Studentenvereinigungen. Der erste sächsische Studentenpfarrer wurde auf Beschluss der Landessynode 1925 in Leipzig eingesetzt. Weil sich die Deutsche Christliche Studentenvereinigung  (DCSV) den Gleichschaltungsaufforderungen der Nazis widersetzte, wurde sie 1938 verboten.

Bild: Logo der Dresdner Studentengemeinde

Nach dem Zweiten Weltkrieg baute sich in der DDR angesichts der atheistischen Sichtweise von der Trennung von Wissenschaft und christlichem Glauben schnell ein Spannungsverhältnis auf, wo die Studentengemeinden Freiräume für Diskussionen blieben. Eine offizielle Zusammenarbeit mit den Hochschulen gab es nicht. Heute sind zu Semesteranfangsgottesdiensten und Universitätsgottesdiensten wie in Leipzig Lehrende und Studierende eingeladen, die häufig auch in ökumenischer Zusammenarbeit durchgeführt werden. Die Studentengemeinden treffen sich an ihren Standorten wöchentlich und unternehmen gemeinsame Fahrten.

Studentengemeinden

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps