28. September 2009
Eröffnung des Evangelischen Büros Sachsens
Ein Büro mit Außenwirkung und einer vertrauensvollen Atmosphäre

(v.l.n.r.) Oberkonsistorialrat Zeitz, Oberkirchenrat Seele, Landesbischof Bohl und Propst Karsparick
DRESDEN – Unter Teilnahme von Vertretern aus Staat und Kirche wurden am 28. September die neuen Räume des Evangelischen Büro Sachsens in Dresden im Haus an der Kreuzkirche (An der Kreuzkirche 6) offiziell eröffnet. 15 Jahre war die Vertretung der Evangelischen Kirchen beim Freistaat Sachsen in der Dresdner Königsstraße untergebracht. Eingeladen hatte Oberkirchenrat Christoph Seele, der seit zehn Wochen als Nachfolger von Eduard Berger als Beauftragter der evangelischen Kirchen den Kontakt zu Parteien, zu Parlamentariern, Verbänden und Vertretern der Staatregierung hält.
Da er auch die Interessen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz vertritt, waren unter den Gästen auch Propst Siegfried T. Karsparick (Kurkreis Wittenberg) und Oberkonsistorialrat Gerhard Zeitz, Beauftragter der Evangelischen Kirche bei den Ländern Berlin und Brandenburg. Für Oberkirchenrat Seele lebe das Büro von Außenwirkung und er wolle eine „vertrauensvolle Atmosphäre“. Das besondere Angebot liege in einer „strategiefreien Kommunikationsmöglichkeit“, betonte er.

Oberkirchenrat Bergmann (v.r.) erinnert an die ersten Jahre des Evangelischen Büros
In seinem geistlichen Wort wies Landesbischof Jochen Bohl auf die Dimension des Unverfügbaren hin, die vielfach durch die heutigen technischen Möglichkeiten überspielt werde. Die Grenzen seien „sehr weit verschoben“ und nichts scheine unmöglich. Dieser Hybris seien nach Ansicht des Landesbischofs Politiker nicht erlegen, da sie die Grenzen des irdischen Handelns vor Augen hätten. Dennoch sei jeder dazu aufgerufen, das Nötige zu tun. Auch im Hinblick auf das Evangelische Büro sei der Beitrag der Kirche, die Politik mit Augenmaß und Leidenschaft im Zusammenwirken der geistlichen und weltlichen Ebene zu begleiten.
Der frühere Beauftragte, Oberkirchenrat i.R. Jürgen Bergmann, erinnerte an die Anfänge der Arbeit und die Provisorien, in denen Anfang der 90-er Jahre die Kirche und auch die ministeriale Arbeit gemeinsam standen. 1994 schuf der Kirchenvertrag mit dem Freistaat eine verlässliche Grundlage für die Zusammenarbeit. „Möge die Arbeit des Evangelischen Büros einen Beitrag leisten für die Kirche mitten in der Gesellschaft“, so Bergmann.


