6. August 2009
Erster Sächsischer Kirchenvorstandstag in Dresden
1.900 kirchgemeindliche Vertreter werden in der Landeshauptstadt erwartet.

Einladung zum Kirchenvorstandstag
DRESDEN - Zum ersten Sächsischen Kirchenvorstandstag lädt die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche Mitglieder der Kirchenvorstände, der Kirchgemeindevertretungen und Synoden am 23. August nach Dresden ein. 1.900 kirchgemeindliche Vertreter werden an diesem Tag zu Podien, Foren und Werkstätten an verschiedenen Orten der Landeshauptstadt erwartet, der unter dem Motto „lebendig leiten - gemeinsam gestalten“ mit Landesbischof Jochen Bohl um 9:30 Uhr in der Kreuzkirche beginnt. Der Abschlussgottesdienst wird um 16:30 Uhr in der Frauenkirche Dresden stattfinden, wo auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich sein Kommen zugesagt hat.
Neben Hauptthemen wie Gemeindeleitung, Gemeindeleben und der Verantwortung in der Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern nimmt auch der Komplex Bildung und gesellschaftliche Verantwortung einen breiten Raum ein. Der Umgang mit Armut, das Engagement in Schul- und Kindergartenprojekten, der Umgang mit Rechtsextremismus werden in Werkstätten genauso diskutiert wie die Verantwortung für die Eine Welt durch fairen Handel und der Umgang mit Ressourcen im Gemeindealltag.
Während des Kirchenvorstandstages wird auch der 2. Sächsische Gemeindebriefpreis an besonders gut gestaltete Gemeindebriefe vergeben. In einer Podiumsdiskussion um ehrenamtliche Arbeit in Kirche und Gesellschaft werden als Gäste die Sächsische Staatsministerin für Soziales, Christine Clauß, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Karin Göring-Eckhardt sowie der frühere Magdeburger Bischof Axel Noack teilnehmen. In einem anderen Podium geht es um Darstellung der Kirche in der Öffentlichkeit, an der u.a. Kanzleramtsminister Dr. Thomas de Maiziére und Prof. Dr. Udo Reiter, Intendant des MDR, teilnehmen.
Das Treffen der ehrenamtlichen Leitungsebene innerhalb der Landeskirche hat auch einen anderen Aspekt: So sei im Jubiläumsjahr zu 20 Jahren Friedliche Revolution daran erinnert, dass die demokratische Grundstrukturierung der Kirche im gesellschaftlichen Kontext der DDR ein besonderer Freiraum war. Durch ihn konnten Christen Gaben entfalten, die sie unmittelbar in die politische Umbruchsituation 1989 einbringen konnten. Noch heute wirkt diese Entwicklung dadurch nach, indem überproportional viele Kirchvorsteher auch kommunale Mandate bekleiden.


