8. Juli 2009
Landesbischof besuchte Jehmlich Orgelbau
Nächstes Großprojekt für den Neubau der Leipziger Universitätskirche

Jochen Bohl (l.), Ralf und Horst Jehmlich in einer der Werkstatträume des Unternehmens
DRESDEN - Im Rahmen seiner Besuche innovativer oder traditionsreicher Unternehmen Sachsens traf sich Landesbischof Jochen Bohl mit den Geschäftsführern Horst und Ralf Jehmlich in deren Dresdner Orgelbaufirma in der Großenhainer Straße. Für den Landesbischof sei Orgelbau immer eine Wissenschaft gewesen. Jetzt sehe er, dass es mehrere Wissenschaften von der Pfeifenherstellung, der Disposition bis zum Holzbau seien. Zudem kämen besondere Fähigkeiten der Betriebsführung in den „insgesamt komplexen Aufgaben“ dazu, sagte Bohl beeindruckt.
Das Dresdner Unternehmen geht mit Schwiegersohn Ralf in die 6. Generation und gilt damit in unmittelbarer Familientradition als weltweit älteste Orgelbaufirma. Letztes Jahr feierte das Unternehmen 200. Jubiläum. Bis heute entstanden 1.165 Orgelneubauten, wobei unfangreiche Restaurierungen und Überholungen derzeit das Hauptgeschäft darstellen. Vom international agierenden Unternehmen stehen Orgeln u.a. in Skandinavien, Südafrika, London und Japan.
Zuletzt wurde ein Orgelneubau für eine katholische Kirche in Westerland auf Sylt fertig gestellt. Ein nächstes Großprojekt wartet in der im Neubau befindlichen Leipziger Universitätskirche, wo die dortige Orgel 2011 übergeben werden soll. Die zuletzt auf 80 Registern ausgebaute „Königin der Instrumente“ in der Dresdner Kreuzkirche ist die größte der noch existierenden Jehmlich-Orgeln.


